Bei den Kreidefelsen auf der Insel Møn

Bei den Kreidefelsen auf der Insel Møn

12. November 2020 0 Von uns

Die Kreidefelsen – eine traumhafte Landschaft! Ja, auf Rügen gibt es sie und auch in Dänemark. In Dänemark auf der Insel Møn, ganz im Osten der Insel. Lohnt sich das, wird sich der eine oder andere fragen? Ich hatte bisher auch noch kein dringendes Gefühl verspürt, mir die Felsen anzusehen, doch jetzt haben wir in unserem Herbsturlaub, wo wir auf Falster waren, einen Tagesausflug dorthin gemacht. Es war toll, beeindruckend, phänomenal und in Erinnerung bleibend! Ich kann jetzt so gut verstehen, dass vor gut 200 Jahren so viele Maler diese Landschaft gemalt haben. Ja, das ist eine besondere Landschaft, einzigartig schön!

Møns Klint von P.C. Skovgaard, ausgestellt im Fuglsangmuseum auf Lolland

Am besten fährt man zum Geocenter Møns Klint und stellt dort sein Auto ab (der Parkplatz ist gebührenpflichtig). Dort ist ein großes Museum neu gebaut worden über die Entstehung Dänemarks. Dieses wurde im Jahre 2007 eingeweiht.

Im Center könnt ihr die Ausstellung besuchen (die kostet Eintritt, näheres dazu unten) oder den wunderschönen Museumsshop besuchen.

In der ersten Etage ist eine Caféteria, wo ihr Kleinigkeiten essen könnt: Kuchen, belegte Brote, Getränke und Snacks erhaltet ihr hier. Im Sommer könnt ihr auf der großen Terrasse sitzen und dort das Essen genießen. Für (kleinere) Kinder ist ein Spielplatz vorhanden.

Hinter dem Gebäude beginnen gleich die Wanderwege. Wir sind nach RECHTS gegangen. Der Weg ist behindertengerecht ausgebaut: ein langer Holzbohlensteg führt zu wunderbaren Aussichten. Also liefen wir los und ließen uns überraschen, was wir zu unserer linken Seite sehen würden.

Man lässt dann zu seiner Rechten das Museumsgebäude und alte andere Gebäude liegen und geht einfach den Weg entlang, der zwischen die Bäume gebaut ist. Ein wunderschöner Buchenwald ist das übrigens, im Herbst – wenn die Herbstfärbung einsetzt – ist es auch besonders schön hier. Ein wenig kommt man sich vor wie in einem Baumwipfelpfad. Man ist zwar nicht auf der Höhe der Baumkronen, aber doch teilweise etliche Meter über dem Boden.

Vereinzelt erhascht man dann schon einmal einen Blick auf die Ostsee, wie sie blau zwischen den Baumstämmen hervorblinzelt.

Der Weg schlängelt sich weiter und gibt jetzt die unterschiedlichsten Blicke frei auf die Ostsee, die hier fast wie am Mittelmeer aussieht: fast türkis scheint das Wasser zu sein.

Weiter geht es auf dem Pfad, das Meer verschwindet wieder, dafür lauft ihr wieder durch den schönen Wald. Es ist wie eine kleine Fährtensuche: wann werden wir wieder einen wunderbaren Blick auf das Meer haben und wann sehen wir die Kreidefelsen in seiner ganzen Größe?

Dann kommt der Augenblick, wo dieser Holzpfad zu Ende ist. Er hört auf, wenn ein spektakulärer Anblick sich von den Felsen bietet. Dort ist eine große Plattform, dort fand ich, wurde mir der schönste Anblick des Tages geboten:

Dahinter geht der Pfad weiter, aber er ist jetzt nicht mehr eben, geschweige behindertengerecht. Es geht über Wurzeln, hoch den Berg, wieder runter, eben ein Waldweg über “Stock und Stein”. Dieser Weg führt zu einer Treppe, von der man hinuter zum Strand gelangen kann. Bis dorthin sind wir nicht gekommen, aber uns boten sich noch folgende schöne Aussichten:

Wir sind dann umgekeht, um noch einmal zu sehen, wohin uns der LINKE Weg geführt hätte. Dort führen lange Holztreppen den Wald hinauf, der Weg ist deutlich anstrengender zu gehen (durch die Treppe) und am Aussichtspunkt bietet sich einem diese Aussicht:

Auch schön, oder? Auch wenn man diesen Weg weiterwandern würde, käme man zu einer Treppe, die hinuter zum Strand führt.

Es gibt noch eine weitere Treppe zum Strand. Diese geht direkt am Museum ab, genau an der Stelle, wo der behindertengerechte Weg nach RECHTS beginnt. Diese Treppe ist übrigens Dänemarks längste Treppe und weist 497 Stufen auf.

Das Fotos stammt von Astrid Alster

Leider konnten wir diese nicht zum Strand nehmen – sie wird gerade bis Dezember 2020 repariert. Es wundert nicht, dass das die längste Treppe ist, denn sie führt 100 Meter hinunter zum Strand. So wurde es also nichts, sich die Felsen von unten anzusehen. Mir wurde auch berichtet, dass das ganz schön anstrengend sei. Aber bestimmt auch beeindruckend. Einige nehmen sich den ganzen Tag hier vor: Sie gehen eine Treppe auf der rechten oder linken Seite herunter, wandern dann am Strand entlang zur anderen Treppe und dann steigen sie wieder hinauf zum Ausgangspunkt. Das ist aber ein Tagesprogramm, man sollte dann dafür genug Zeit einplanen. Man muss auch wissen, dass der Abstieg und der Aufenthalt am Strand nicht ganz ungefährlich ist, denn es kommt immer wieder zu kleineren und größeren Abstürzen von Felsbestandteilen, die dann aus der Steilwand herausbrechen.

Hier kommen die wichtigsten Informationen zur Anreise:

Ausgangspunkt und Parkplatz ist das GeoCenter Møns Klint. Hier kommt ihr zur deutschsprachigen Website vom GeoCenter Møns Klint: Dort könnt ihr insbesondere die Öffnungszeiten ersehen.

Öffnungszeiten: Das Center öffnet aufgrund der Corona-Einschränkungen in Dänemark erst wieder am 11.05.2021 und ist dann bis zum 31.10.2021 jeden Tag geöffnet.

Eintritt: Der Eintritt in das Center (Ausstellungen) kostet für Erwachsene 145 DKK, für Kinder (3-11 Jahre) 95 DKK.

Parkplatz: Das Parken kostet 35 DKK.

Frei ist natürlich der Besuch von Museumsshop, Café, Spielplatz und Wanderwegen.

Die Adresse lautet: Stengårdsvej 8, DK-4791 Borre

Viel Spaß beim Ausflug!

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