Essengehen in Kopenhagen

Essengehen in Kopenhagen

11. März 2020 0 Von uns

Wenn man in Kopenhagen unterwegs ist, dann kann man natürlich in einem der vielen tollen Parks (z. B. dem kostenlosen Botanischen Garten) auf Bänken oder auch Wiesen picknicken. Das wäre die günstigere Variante. Oder man wählt die teurere, nämlich einmal essen zu gehen. Essen gehen ist in Dänemark nicht gerade billig, aber man erlebt so ganz gut die Mentalität eines Landes. Ich finde, das sollte man auch einmal gemacht haben!

Ich habe euch hier sechs unterschiedliche Varianten aufgezählt, um in Kopenhagen essen zu gehen:

  1. in einer Cafeteria
  2. in einer Pizzeria
  3. in einem auf Smørrebrød spezialisierten Restaurant
  4. in den Markthallen
  5. in einem Café/Bäckerei
  6. an einem Pølservogn

Cafeteria der dänischen Nationalgalerie

Das SMK (Statens Museum for Kunst) ist die Nationalgalerie Dänemarks und das größte Kunstmuseum im Land. Hier erlebt man mehr als sieben Jahrhunderte dänischer und internationaler Kunst von der frühen Renaissance bis zur neuesten Gegenwartskunst.

Besonders die Sammlung dänischer und nordischer Kunst ist einzigartig, und die französische Sammlung weltbekannt.

Die Cafeteria ist in einem klassischem dänischem Design eingerichtet: Schön in weiß gehalten, groß, hell, hohe Räume und doch nicht steril. Nette Tische, Grünpflanzen, Skulpturen, wirklich sehr ansprechend.

Die Cafeteria des Museums legt einen besonderen Fokus auf saisonale und biologische Lebensmittel.

Die Cafeteria hat eine hauseigene Bäckerei und bietet stets eine Auswahl frisch gebackenen Kuchens.

Wir haben hier eine ganz vortreffliche Blumenkohlsuppe gegessen und selbstgebackenen Kuchen, am Nebentisch hatten sich Kopenhagener Geschäftsleute zu einem Meeting getroffen, gegenüber saßen Leute, die Bücher lasen oder auf dem Lap-Top arbeiteten: es herrscht hier eine lockere, ungezwungene Atmosphäre.

Die deutschsprachige Internetseite des SMK findet ihr hier.

Die Adresse lautet: Sølvgade 48-50/ Øster Voldgade, 1307 Kopenhagen

Pizzerien: preiswertes Essen in Dänemark

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass eine Pizza in Dänemark zu den preiswertesten Essen gehört. Ob auf Bornholm, Falster oder hier in Kopenhagen: eine Pizza kostet meistens zwischen 80 und 100 DKK, das sind ungefähr 11 – 14 Euro, das finde ich noch vertretbar.

Wenn ihr zum Beispiel vorhabt, die Hirschsprungsche Sammlung euch anzusehen (Werke dänischer Maler, besonders die Zeit 1800 – 1900), dann bietet das Museum einen Rabatt an: Weil es leider kein eigenes Café besitzt hat das Museum mit zwei Restaurants eine Abmachung getroffen, die in der Nähe des Museums liegen. Sie bieten Museumsbesuchern reduziertes Essen an: Das Restaurant Café Marzano  – trotz des Namens – ist eine Pizzaria. Hier kostet eine Pizza 85 DKK, wenn ihr eure Eintrittskarte beim Kommen vorzeigt, erhaltet ihr 10 % Rabatt, also kostet die Pizza nur 11 Euro.

Das Café Marzano hat dienstags bis sonntags von 11.00 – 22.00 Uhr geöffnet, montags ist Ruhetag.

Die Adresse lautet: Lundsgade 7, 2100 Kopenhagen

Restaurant Schønnemann

Das Restaurant Schønnemann ist eines der ältesten Speiselokale in Kopenhagen. Hier hat man sich auf das klassische dänische Mittagessen spezialiert. Seit 1877 lädt das Haus seine Gäste zu Smørrebrød und kleinen warmen dänischen Gerichte ein. Zu einem großen Teil wird hier Bioware verarbeitet.

Das Restaurant liegt etwas abseits der großen Touristenströme im Keller eines Hauses in der Nähe des Bahnhofs Nørreport versteckt, ist aber nichtsdestotrotz immer sehr gut besucht.

Ein Smørrebrød kostet hier – je nach Belag – zwischen 100 und 140 DKK.

Zur englischsprachigen Seite des Restaurants kommt ihr hier.

Öffnungszeiten:

Montag – Samstag: 11.30 – 17.00 Uhr

Die Adresse lautet: Restaurant Schønnemann, Hauser Plads 16, 1127 Kopenhagen

unscheinbar im Keller gelegen: Restaurant Schønnemann

Torvehallerne – Markthallen mit großem Essensangebot

Neu aktivierte alte Markthallen mit unterschiedlichstem Angebot an (regionalen) Produkten: man kennt sie aus Berlin oder anderen Städten. Es gibt auch eine in Kopenhagen.

Die Geschichte der Markthallen (Torvehallerne) geht zurück auf das Jahr 1889. In dem Jahr wurde mit einem Markt für Obst- und Gemüse auf dem Israels Plads (damals hieß er noch anders) begonnen. Hier wurden Produkte aus dem Umland angeboten. Der Markt schloss im Jahre 1958, weil ein Großmarkt in Valby eröffnete. Seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurden dann verschiedene Möglichkeiten zur Rettung der Markhallen entwickelt und diskutiert, jedoch erst im Jahre 2011 wurden die Markthallen mit dem heutigen Konzept eröffnet.

Es gibt zwei überdachte Markhallen, zwischen denen (unüberdachte) Marktstände aufgebaut sind.

Ihr könnt dort gut und verhältnismäßig bezahlbar essen. Unter anderem gibt es auch Smørrebrød, Brot und Kuchen, Pizza, Fisch, im Grunde genommen: eigentlich jede Geschmacksrichtung. Teilweise haben die Stände Tische, wo ihr die gekauften Sachen gleich essen könnt. Bei etlichen Ständen, wie zum Beispiel dem Smørrebrød-Stand, jedoch nicht, so dass man sich das Essen einfach mitnimmt.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Markthallen ist ein großer Platz, wo es auch Bänke gibt, dort haben wir uns hingesetzt und unsere Sachen verspeist. Deutlich günstiger als im Restaurant und doch einmal dänisches Essen probiert, super!

Öffnungszeiten

  • Montag – Donnerstag: 10.00 – 19.00 Uhr
  • Freitag: 10.00 – 20.00 Uhr
  • Samstag: 10.00 – 18.00 Uhr
  • Sonn- und Feiertage: 11.00 – 17.00 Uhr

Morgenkaffee und Brot vom Bäcker gibt es bereits in der Woche ab 7.00 Uhr und ab 8.00 Uhr am Wochenende.

Zur (leider nur dänischen) Internetseite geht es hier.

Die Hallen liegen super zentral nördlich des Bahnhofs Nørreport.

Die Adresse lautet: Torvehallerne, Frederiksborggade 21, 1360 Kopenhagen

In einer Bäckerei/Café

das lagkagehuset

Das lagkagehuset ist eine dänische Bäckereikette, wo ihr frühstücken oder aber auch etwas kleines Warmes zum Mittag finden könnt. Im Grunde genommen ist es eine Mischung aus Bäckerei und Bistro. In Kopenhagen sind vier Filialen zu finden. Das lagkagehuset, das wir besucht haben, findet ihr in der Fußgängerzone, die südlich in die Stadt vom Bahnhof Nørreport führt.

das lagkagehuset auf der Fußgängerzone links

Hier könnt ihr Kuchen, belegte Brote, Smørrebrød, kleine Pizzen und natürlich Getränke bekommen.

Ein belegtes Brot kostet hier zwischen 50 und 55 DKK.

Auswahl an belegten Broten

Der Preis ist nicht unterschieden zwischen “im Haus” oder “außer Haus”, so dass man hier sitzen kann und sich aber die Preise für die Bedienung spart. Man kann ziemlich ungezwungen an Tischen sitzen und sein eben erstandenes Brot oder seinen Kuchen verspeisen.

Das lagkagehuset ist von der Einrichtung her zweckmäßig und sachlich eingerichtet. Es gibt Bistrotische und Sitzgruppen mit Bänken, man kann teilweise wunderbar auf die Straße schauen und die Passanten beobachten.

Die Adresse von der dieser Filiale des lagkagehuset lautet: Frederiksborggade 6, 1360 Kopenhagen

Pølservogn

Ein klassischer pølservogn

Überall im ganzen Stadtbild findet ihr die klassischen pølservogn. Das sind fahrbare Verkaufsstände, wo ihr hot dogs bekommen könnt. Der hot dog ist so etwas wie das dänische Nationalgericht: (rote) Wurst mit Remoulade, Senf und Ketchup in einem weißen Brötchen. Und natürlich mit den unterschiedlichsten Zutaten: Gurken, geröstete Zwiebeln, rohe Zwiebeln, etc.

Da könnt ihr euch dann entscheiden, ob ihr den Hot Dog als kogt hot dog (rot gefärbte Wurst, ähnlich einem Wiener Würstchen), risted hot dog (gebraten) oder vielleicht auch als fransk hot dog (Brötchen mit Loch, in das die Wurst hineingesteckt wird) genießen wollt.

Ich wünsche euch einen guten Appetit oder auf dänisch: velbekomme!