Der Leuchtturm von Blåvand

Der Leuchtturm von Blåvand

1. August 2021 0 Von uns

Der Leuchtturm Blåvandshuk steht außerhalb von Blåvand. Ein beliebtes Fotomotiv und Anziehungspunkt für diverse Urlauber. Vielleicht ist man sich dessen nicht so sehr bewusst: Hier an der Stelle befindet sich Dänemarks westlichster Punkt. Es ist nicht nur Dänemarks westlichster Punkt, sondern auch gleichzeitig der wildeste!

Seit mehr als 100 Jahren leitet der Leuchtturm die Schiffe hier um das gefährliche Riff „Horns Rev“. Dieses einst unter den Seeleuten gefürchtete Riff – eine Sandbank – erstreckt sich vor der Küste von Blåvandshuk 40 Kilometer weit in die Nordsee.

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Dieses Gebiet mit einem Schiff zu passieren war früher ein gefährliches Unterfangen. Zu Zeiten der Segelschiffe galt dieses Riff sogar als eines der gefährlichsten und tückischsten Riffe der Welt. Das Riff wurde seinerzeit auch als das „Teufelshorn“ bezeichnet. Gerade hier bei Blåvandshuk war die Gefahr einer Strandung sehr groß. Der Wind, die starke Strömung, schlechtes Wetter und dann noch der niedrige Wasserstand aufgrund der hier liegenden Sandbank machte viele Schiffe manövrierunfähig. Im Laufe der Zeit sind hier sehr viele Seeleute umgekommen. Fast in jedem Dorf entlang der Nordseeküste findet man heutzutage noch die Schuppen, in denen die Rettungsboote untergebracht waren.

Um es einmal zu verdeutlichen: Alleine im Zeitraum der Jahre 1850 – 1925 verunglückten hier 3.608 Schiffe, davon gingen 2.111 Schiffe komplett unter. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele tausend Menschen hier ihr Leben verloren. Wie wichtig, gefährlich und fest verankert in den Alltag die Seenotrettung und die Gefahr des Todes auf See war, das kann man hier an diversen Orten heutzutage noch sehen: Auf Friedhöfen, die extra angelegt wurden für die angespülten toten Seeleute oder auch auf den Bildern der Maler, die diese Gegenden vor gut 150 Jahren besuchten.

Dieses Bild hängt im Museum in Nymindegab.

Heutzutage ist der Leuchtturm immer noch in Betrieb und warnt Tag und Nacht die Schiffe weiterhin vor dem hier liegenden Riff.

Abgesehen davon hat man von oben einen traumhaften Blick über die Nordsee: im Süden habt ihr einen Blick bis nach Esbjerg und das Wattenmeer.

Wenn man genau hinschaut, dann sieht man auch von hier oben ein weiteres Wahrzeichen von Blåvand: nämlich die 4 Maultieren. Vier von einem Künstler „verkleidete“ Bunker aus dem 2. Weltkrieg. Die Bunker sind Teile des riesigen Projektes des Atlantikwalles, dem man hier an der Nordsee vielerorts begegnet.

Wenn ihr euren Blick nach Norden schweifen lässt, dann seht ihr hier das Naturschutzgebiet „Kallemærsk Hede“. Die Heide wird als Truppenübungsplatz genutzt und ist gleichzeitig Dänemarks größtes Schutzgebiet für Rothirsche.

Hier leben Hirschrudel von 20 und mehr Tieren frei und besonders in den Morgen- und Abendstunden sind sie gut zu beobachten. Auch Rehe und anderes Rotwild fühlen sich hier wohl.

Und im Westen, dort draußen auf dem Riff, befindet sich heutzutage einer der größten Windparks der Welt. Horn Riff 1 und 2 können über 350.000 Haushalte mit Strom versorgen, die Leistung von Horn Riff 3, das im Jahre 2019 fertig gestellt wurde, soll sogar alleine die Gesamtleistung der beiden Parks Horn Riff 1 und 2 übersteigen.

So, jetzt noch einige Daten zu dem Leuchtturm: Mit dem Bau des Hafens von Esbjerg im Jahre 1874 richtete sich der Fokus immer mehr auf die Sicherheit der Schiffe, wobei hier insbesondere die seichten Gebiete bei Horns Rev und Blåvandshuk markiert werden sollten. Der erste, im Jahre 1888 gebaute Leuchtturm erwies sich jedoch schon bald zu schwach, um das ganze groß ausgedehnte Riffgebiet zu markieren, so dass ein neuer Leuchtturm von Nöte war. Im Jahre 1900 wurde dann der jetzige Leuchtturm erbaut. Er ist 39 Meter hoch und ihr müsst 170 Treppenstufen hinaufsteigen, um die schöne Aussicht genießen zu können. Sein Licht hat eine Reichweite von über 40 Kilometern und ist Dänemarks westlichstes Gebäude.

Ihr findet hier die Adresse vom Leuchtturm: Fyrvej 106, 6857 Blåvand.

Der Eintritt kostet 50 DKK, Kinder unter 18 Jahren sind gratis. Den Leuchtturm kann man ab Mitte April bis Ende Oktober besteigen. In der Hochsaison (Ende Juni – Ende August) ist der Leuchtturm täglich zwischen 9.00 – 19.00 Uhr geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten findet ihr hier.

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